Raumakustik-Optimierung im Heimkino

Raumakustik-Optimierung für Heimkinos

Auswahl der Lautsprecher
Auswahl des AV-Receivers
Anordnung der Anlage im Raum
Aufstellung der Lautsprecher
Optimierung der Raumakustik

Grundlegendes:
Die Optimierung der Raumakustik ist der wohl wichtigste Faktor für guten Klang. Besonders in Heimkinos, wo an der Raumakustik viel getan werden kann, kommt man mit etwas Mühe dem Ideal sehr nahe. Dass dabei natürlich auch nach optischen Kriterien abgewogen werden muss ist selbstverständlich. Ziel der Optimierung im Heimkino ist eine breitbandige und gleichmäßige Bedämpfung aller Frequenzen bei gleichzeitiger Erhaltung des Mittel-Hochtons.

Bassabsorption:
Für guten Klang im Heimkino sind Bassabsorber unersetzlich. Dabei sollten poröse Absorber mit einer Materialstärke von mindestens 40cm eingesetzt werden. Einige Hersteller versprechen Wunder mit geringeren Materialstärken. In der Praxis funktioniert das leider nicht. Die Bassabsorber werden am besten in Form von Eckabsorbern / Kantenabsorbern in den Ecken des Raumes integriert und mit einem Vorhang kaschiert. Bei Problemen mit Raummoden oder überhöhtem Bass bieten sich Plattenresonatoren an den Wänden an.

Breitbandabsorption:
Nachdem der Bass trocken gelegt ist, geht es an die Optimierung der Präzision im Klangbild. Diese erhält man, wenn der Mittel-Hochtonbereich gut bedämpft ist. Dazu gibt es spezielle Absorber, welche neben der akustischen Wirkung auch optisch eine hervorragende Figur machen. Besonders gut machen sich in Heimkinos Filmposter als Akustikbilder. Weitere wichtige Elemente für den Mittel-Hochton sind sogenannte Deckensegel. Diese erfüllen gleich mehrere Aufgaben. Neben der Absorption verhindern sie (in schwarzer Ausführung) Lichtreflektionen an der Decke und können mit indirekter Beleuchtung für eine einmalige Kino-Atmosphäre sorgen.

Positionen:
Die Bassabsorber sollten logischerweise in den Ecken platziert werden. Welche Ecken dabei genau verwendet werden ist weniger wichtig. Breitbandabsorber wie etwa Akustikbilder sollten an die Positionen der sogenannten frühen Reflexionen. Das sind reflektierte Schallanteile, die kurz nach dem Originalschall ans Gehör gelangen. Die Positionen entsprechen den Stellen an der Wand, wo man die Lautsprecher vom Hörplatz aus im Spiegel sehen könnte. Absorber bieten sich dabei insbesondere für die Decke (in Form von Deckensegeln) und für die Rückwand an. Falls die Akustik nach Bedämpfung dieser frühen Reflexionen noch zu hallig ist, sollten noch weitere Absorber zur Verringerung des Nachhalls angebracht werden.

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